Über mich

Im Dezember 1986 bin ich in Luckau geboren und zunächst in Pankow und dann später in Rahnsdorf aufgewachsen. Nach der Grundschule an den Püttbergen besuchte ich das Gerhart-Hauptmann-Gymnasium in Friedrichshagen, an dem ich 2006 mein Abitur abgelegt habe. Bereits in dieser Zeit lagen mir gesellschaftspolitische und grüne Themen am Herzen.

Bild: Delia Baum

Schon als Grundschulkind habe ich mich für Umwelt- und Tierschutz interessiert: Ich war Mitglied einer Kindergruppe der Grünen Liga und habe die Achtsamkeit vor unserer Umwelt durch praxisnahe umweltpädagogische Angebote erfahren – wie dem Bau von Nistkästen, Vögelbeobachtungen, das Aufstellen von Krötenzäunen und vielem mehr. Am Gerhart-Hauptmann-Gymnasium war ich Teil des Teams der Schüler*innenzeitung, habe eine Podiumsdiskussion rund um den Beginn des Irak-Kriegs 2003 organisiert und über mehrere Jahre am Wannseeforum die Veranstaltung „Jugendliche treffen Abgeordnete“ mit organisiert und Workshops geleitet. Ich interessierte mich nicht nur für politische Belange, ich wollte sie auch aktiv mitgestalten.

Seit meiner frühesten Kindheit setze ich mich, sensibilisiert durch die Geschichte meiner Familie, intensiv mit den Gräueltaten des Nationalsozialismus auseinander. Mein Urgroßvater arbeitete in der Bekennenden Kirche gegen das NS-Regime, war mehrfach in Haft und erhielt Schreibverbot. Mein Großvater, ebenfalls Pfarrer, erzählte mir viel aus seiner Kindheit und seinen Erfahrungen, die er als junger Mensch machen musste. Sehr geprägt haben mich auch die Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz, Ravensbrück und Sachsenhausen, an denen ich als Jugendliche teilnahm.

Nach dem Abitur habe ich Jura an der Europa-Universität Viadrina studiert. Anschließend promovierte ich an der Humboldt-Universität Berlin zum Thema „Schutzlücken im System effektiven Rechtsschutzes bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen“ und war dort auch Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Wirtschafts- und Europarecht.

Das Referendariat habe ich in Berlin absolviert, unter anderem beim Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie in Brüssel bei der Landesvertretung Brandenburg. Die ersten Jahre meines Studiums arbeitete ich im sozialen Bereich als Pflegehilfskraft im Altenpflegeheim des Ulmenhofs in Wilhelmshagen. Diese Arbeit bereitete mir stets viel Freude. Es war wunderbar, die Dankbarkeit der hochbetagten Menschen, die schon so viel erlebt haben, zu spüren. Ich habe großen Respekt vor der schweren körperlichen Arbeit und der psychischen Herausforderungen der Pflegekräfte. Es braucht nicht nur mehr Anerkennung in Politik und Gesellschaft, sondern vor allem bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung für diese so wichtige Tätigkeit.

Ab der Mitte meines Studiums war ich am Lehrstuhl für Mediation und am Institut für Konfliktmanagement tätig. Seit Ende 2020 bin ich ausgebildete und zertifizierte Mediatorin. Albert Schweitzer hat mal gesagt: „Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin, dass Du Dein Leben ändern kannst, indem Du Deine Geisteshaltung änderst“. Mediation bietet für mich genau dieses Potenzial. Denn das Verfahren nimmt den Menschen in den Blick und kennt nicht nur schwarz oder weiß. Es ermöglicht allen Parteien, ihre Bedürfnisse und Probleme vorzutragen, Gehör zu erhalten und eine konsensuale Lösung zu finden. Die außergerichtliche Konfliktlösung bietet ein enormes Potenzial, auch bei politischen Konflikten und Partizipationsprozessen.

Seit 2017 arbeite ich als Referentin für Inneres, Verfassungsschutz, Digitalisierung und Sport sowie als Justiziarin und Datenschutzbeauftragte bei der AbgeordnetenhausFraktion Bündnis 90/Die Grünen. Ich habe in dieser Funktion an vielen Gesetzen mitgewirkt – wie dem Versammlungsfreiheitsgesetz, der Novellierung des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes, dem Gesetz über den Bürger- und Polizeibeauftragten, der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung, dem Lobbyregister und weiteren.

Parteipolitisch bin ich seit 2017 bei Bündnis 90/Die Grünen aktiv. Im Oktober 2017 wurde ich direkt in den Vorstand des Kreisverbands Treptow-Köpenick gewählt und gehöre diesem bis heute an. Der Kreisverband ist in den letzten Jahren stetig gewachsen – und das freut mich sehr. Denn nur gemeinsam können wir Dinge bewegen und Veränderungen herbeiführen.

Auch privat bin ich dem Bezirk Treptow-Köpenick sehr verbunden. Mit meinem Mann und unseren drei Kindern lebe ich in Friedrichshagen. In meiner Freizeit erkunde ich als begeisterte Läuferin unseren schönen Bezirk, fahre Fahrrad am Müggelsee oder mache Ausflüge in die Natur mit meiner Familie.

Treptow-Köpenick ist nicht nur ein Teil meiner Vergangenheit und mein jetziger Lebensmittelpunkt. Es ist vor allem mein zu Hause.